Titelbild Entzündungen

Entzündungen hemmen mit den richtigen Lebensmittel

Wer täglich Schmerzen hat, ist bereit viel auf sich zu nehmen – auch das Essen umzustellen?

Scheinbar ist das für Viele nicht ganz so einfach.

In diesem Blog möchte ich auf entzündungshemmende Lebensmittel eingehen. Gerne lasse ich dich von meiner Berufserfahrungen aus dem Bereich Rheuma, Arthrose und Hauterkrankungen profitieren.

und das kostenlose Handout mit den besten von meinen Tipps darfst du gerne einfach herunterladen.

6 TOP Empfehlungen gegen Entzündungen

  • Iss entzündungshemmende Lebensmittel (siehe weiter unten die Details)
  • Ergänze mit Omega 3 Fettsäuren und einem pflanzlichen Multivitamin Präparat
  • Bewege dich regelmässig an der frischen Luft
  • Reduziere deinen Körperfettanteil, dein Bauchumfang sollte als Frau nicht mehr als 80 cm sein und als Mann nicht mehr als 94 cm
  • Hol dir regelmässig genügend Schlaf
  • Reduziere unnötigen Stress

Die besten entzündungshemmenden Lebensmittel

Letzte Woche haben wir darüber berichtet, wie eine entzündungshemmende Ernährung aussehen kann. Die folgenden zehn Lebensmittel wirken Entzündungen besonders effektiv entgegen.

1. ROTE UND BLAUE BEEREN, dunkle Kirschen

Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Johannisbeeren – sie alle enthalten viele Antioxidantien, vor allem Flavonoide, aber auch Vitamin C und Carotinoide. Eine handvoll Beeren zum Frühstück ist der perfekte Start in den Tag und sehr empfehlenswert.

Tipp: Gefrorenen Beeren in Bioqualität sind eine tolle Alternative zu den frischen Beeren und besonders im Winter eine tolle Abwechslung

2. LACHS aus freier Wildbahn

Das Omega-3 aus fettem Fisch wie Lachs ist die entzündungshemmende Substanz schlechthin. Sie verleiht nicht nur schöne Haut, sondern stärkt das Immunsystem nachhaltig und kann Entzündungen dahingehend mindern, dass weniger Schmerzmittel gebraucht werden.(2)

4. GRÜNES BLATTGEMÜSE (Mangold, Brokkoli, Grünkohl, Spinat)

Grüne Blattgemüse helfen den Zellaufbau zu unterstützen sind reich an Antioxidantien und Phytonährstoffen wie Lutein und Zeaxanthin, enthalten aber auch zahlreiche Mineralstoffe und Vitamine. Besonders interessant ist hier Sulforaphan welches hilft zu entgiften. Keine Angst – diese Begriffe musst du dir nicht merken. Ich wollte dich damit ermuntern den Kohlsorten nochmal eine Chance zu geben falls du zu denen gehörst, die mit Schrecken an den Rosenkohl aus Kindertagen denken.

Tipp: Such dir im Internet (alternativ dazu kannst du dich auch bei mir melden) ein Rezept für eine Blumenkohl Pizza raus, du wirst staunen

5. TOMATEN

Tomaten enthalten Lycopin, ein antioxidativ wirkendes Carotinoid, welches auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen effektiv vorbeugt. Die Aufnahme aus zerkleinerten oder gekochten Tomaten ist besser als aus dem rohen Gemüse.(3)

Auch sehr empfehlenswert sind alle Gemüsesorten mit der Orange-gelben Farbe, sie enthalten den wichtigen sekundären Pflanzeninhaltsstoff Beta-Carotin.

6. KURKUMA

Curcumin ist einer der Inhaltsstoffe in dem Gewürz Kurkuma, welcher besonders effektiv gegen Entzündungen wirken soll, gemeinsam mit dem Stoff Piperin aus dem schwarzen Pfeffer wird die Verwertbarkeit von Kurkuma merklich verbessert.

7. INGWER

Ingwer enthält sekundäre Pflanzenstoffe, schmerzlindernde ätherische Öle welche ihm den scharfen, würzigen Geschmack verleihen. Zudem wirken die Antioxidantien direkt entzündungshemmend

8. Zwiebelgewächse z.B. Knoblauch

Auch Zwiebeln und Lauch gehören zu dieser Gruppe. Der Wirkstoff Allicin wird durch das zerkleinern freigesetzt und ist heute so gut dokumentiert dass wir sagen können, dass sie die Lebensmittel sind mit der stärksten krebshemmenden Wirkung.(1)

Tipp: benutze eher die roten als die weissen Zwiebeln. Hacke sie gründlich damit das Allicin sich bilden kann. Erhitze sie dafür nur ganz kurz damit nicht zuviel davon wieder verloren geht. Verwende sie in Dips mit Kräutern, Quark und Joghurt in dieser Kombination schwächt sich der Eigengeschmack ab.

9. WALNÜSSE

Wirken entzündungshemmend durch Vitamin E, B-Vitamine, Mineralstoffe und essenzielle Fettsäuren.

10. PROBIOTISCHE Lebensmittel

Auch der Darm spielt eine Rolle bei Entzündungsprozessen, die Darmflora lässt sich mit Probiotika unterstützen. z.B. mit Joghurt oder Kefir

Tipp: Sauerkraut kann auch roh gegessen werden z.B. als Salat

Du siehst, Früchte und Gemüse sind deine besten Begleiter wenn es darum geht Entzündungen zu reduzieren. Unser Körper profitiert von Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzeninhaltstoffen.

Daher reicht es nicht aus irgend ein Multivitaminpräparat aus dem Grossverteiler zu kaufen um die schlechten Essgewohnheiten auszubessern.

Die Nährstoffe die wir aus den Pflanzen beziehen bringen uns entzündungshemmende Substanzen, die bis in die Zellen vordringen und dort wahre Wunder bewirken können.

Daher können wir sagen Gemüse, Salat, Früchte sind die entzündungshemmenden Nahrungsmittel Nr.1

Chronische Darmerkrankungen: Colitis Ulcerosa, Morbus Chron, Gastritis & Co.

Besonderes Augenmerk sollten wir bei Entzündungen auf unseren Darm legen. Er gilt als Immun-Organ Nummer eins und wird bei einem ungesunden Lebensstil schnell in Mitleidenschaft gezogen.

→ Wichtigste Voraussetzung für einen gesunden Darm ist die richtige und ausgewogene Bakterienkultur. Siehe auch Blog Beitrag #14

→ Besteht jedoch eine Fehlbesiedlung des Darms, entstehen die sogenannten CED, chronisch entzündliche Darmerkrankungen. In diesen Fällen ist die Darmflora (Mikrobiom = die Anzahl und Varietät der Darmbakterien) aus der Balance geraten und eine bestimmte Art von Bakterien kommt zu oft vor.

Diese Lebensmittel können Entzündungen auslösen:

  1. Wurstwaren und grössere Mengen Fleisch
  2. Raffinierte Kohlenhydrate(Weissmehlprodukte) und Fertigprodukte
  3. Gesüsste Getränke und Industriezucker
  4. Je nach Verträglichkeit Milch und Milchprodukte

Zusammenfassung:

  • wenn du tierische Produkte aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und artfremden Hormone reduzierst kommt das deinem Stoffwechsel sehr entgegen. Sie enthalten nicht nur viel Fett und tierisches Eiweiß, das deine Gefäße belastet, sondern auch oft Medikamente wie Antibiotika wenn du nicht konsequent auf zertifiziert biologische Qualität achtest.
  • Pflanzliche Lebensmittel haben den Vorteil, dass sie reich an Nahrungsfasern sind, die Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe optimal in deinen Körper schleusen. Mit der richtigen Zubereitung und ausreichendem Kauen schließt du sekundäre Pflanzenstoffe bestmöglich auf, sodass die Zellen sie optimal verwerten können.
  • Bei chronischen Entzündungen empfehlen ich dir, dem Intervallfasten und der vegetarischen Ernährung eine Chance zu geben. Nur so kannst du erleben, welche Selbstheilungskräfte dein Körper entfachen kann.

Quellenangaben:

  • ↑1 Boivin, D./ Lamy, S.: et al.: Antiproliferative and antioxidant activities of common vegetables: A comparative study. In: Food Chem, 112 (2), S.374-380.
  • ↑2 Simopoulos, A.P.: The importance of the ratio omega-6/omega-3 essential fatty acids. In: Biomed Pharmacother, 56(8), 2002, S.365-379
  • ↑3 Reboul, E./ Richelle M. et al.: Bioaccessibility of carotenoids and vitamin E from their main dietary sources. In: J Agric Food Chem, 54(23), 2006. S.8749-8755.