Das, was du nicht
im Lebenslauf findest.
Ich habe in den 90ern Ernährung und Diätetik studiert. Nicht weil es meine grosse Leidenschaft war — sondern weil es vernünftig klang. Weil ich gut darin war. Weil jemand sagte, du solltest.
Dann kam die Selbstständigkeit. Über zwanzig Jahre lang habe ich Frauen bei Ernährung, Mikronährstoffen, Gewichtsmanagement begleitet. Ich war Produktmanagerin mit siebenstelligen Budgets. Ich habe Marketingstrategien entwickelt, Teams geführt, geliefert.
Ich funktionierte.
Sehr gut sogar.
Und genau das war das Problem.
Corona. Der Kniefall.
Die Welt hörte auf zu drehen. Meine Praxis auch. Von einem Tag auf den anderen war das, was ich zwanzig Jahre aufgebaut hatte, auf Eis gelegt.
Ich hätte zurückgehen können. Hätte gewartet, bis es wieder normal wurde. Aber da war dieser Moment — in der Stille, die plötzlich überall war — in dem ich merkte:
Ich will nicht zurück. Nicht weil die Arbeit schlecht war. Sondern weil ich wusste, dass da noch etwas anderes wartet.
Ich habe 8.000 Franken in mein erstes Mentoring investiert. Für Mindset und Paradigmenwechsel. Ein Betrag, bei dem mein Verstand sagte: Das ist zu viel. Und mein Inneres sagte: Das ist genau richtig.
Es war der teuerste und gleichzeitig wertvollste Schritt meines Lebens.
Der Riss, durch den das Licht hereinkommt.
Was ich in den Monaten danach lernte, hat alles verändert. Nicht weil ich eine neue Strategie hatte. Nicht weil ich mehr gearbeitet habe.
Weil ich endlich aufgehört habe zu glauben, dass Leistung Liebe verdient.
Das Selbstbild ist die Blaupause. Was du glaubst, was du wert bist — das bestimmt, was du bekommst. Nicht dein Fleiss. Nicht deine Stunden. Nicht dein Können.
Ich hatte dreissig Jahre lang aus Druck geliefert.
Es war Zeit, aus Identität zu führen.